Winzerhof Stahl – Christian Stahl

Echt ein cooler Typ, der Christian. Der Fakt steht mal fest. Enorm Energie geladen und leidenschaftlich bei allem, was er macht und anpackt. Und dann könnte man diese Geschichte fortfahren: „Von einem der auszog,…“ Aber stopp: Von jedem dieser Auszüge kehrt er voller Ideen und Schaffenskraft zurück in sein fränkisches Outback. Dort ist er tief verwurzelt, wie ein jahrzehntealter Rebstock. Er tut, macht, tüftelt, powert, kreiert. Und ist obendrein ein toller sehr nahbarer Gastgeber. Eigentlich verrückt, was er in gut eineinhalb Jahrzehnten bewegt hat. Andere brauchen dafür mehrere Generationen. Er hat‘s halt einfach drauf.

Auernhofen heißt das 150 Seelen-Nest, mitten im Niemandsland zwischen Bayern und Württemberg, Tauber und Main, Würzburg und Rothenburg. Rein zufällig kommt hier niemand vorbei. Kopfsteinpflaster auf Landstraßen, Storchennester auf Dächern, Fuchs und Hase auf der Flur. Die Gegend ist filmreif für Szenen aus den 50er Jahren. Der Winzerhof Stahl hat sich perfekt versteckt und Reben sucht man hier vergebens. Die Trauben holt sich Christian nämlich von seinen Weinbergen im Tauber- und Maintal. Mit altfränkischer Weinstilistik und Bocksbeuteln hat er allerdings so gar nichts am Hut und macht stattdessen Trinkstoff, der viele arrivierte Kollegen richtig alt aussehen lässt. Unsere Meinung.

Von hier aus also hat Christian Stahl die Weinszene aufgemischt, erst die fränkische, dann die deutsche und mittlerweile zieren seine Weine auch die schillerndsten internationalen Weinkarten. Stahl-Wein steht mittlerweile als Codewort für Trinkvergnügen mit Mineralität. In erster Linie sind seine saftig, polierten Silvaner damit gemeint. Er zaubert aber auch mit Sauvignon. Und der Durchbruch gelang damals mit seinem „Hasennest“, Benchmark und Kultwein für Müller Thurgau seit dem. Geheimtippzeiten sind allerdings vorbei diesbezüglich. Die hippsten Weinbars und Restaurants reißen sich um seine Weine. Und um Christian selbst.

Andererseits und apropos Geheimtipp: Was sich vielleicht doch noch nicht bis ins letzte Eck herumgesprochen hat: Kochen kann er auch noch. Und wie! Hat er sich selbst beigebracht. Und trifft sich heute mit den berühmtesten Herdkünstlern der Topgastronomie, erfährt deren Wertschätzung, und man kocht gemeinsam und tauscht Erfahrungen aus, als wäre es das Normalste der Welt, dass ein begnadeter Winzer auch noch ein höchst talentierter Koch ist. Vielleicht rührt auch daher diese universelle Einsetzbarkeit seiner Weine zu den verschiedensten Speisen.

Aber dann wieder zurück, der Weltreisende, auf den eigenen Hof, zu seinen Reben, seinen Weinen, seiner Familie natürlich, seinen Gästen im eigenen Restaurant, daheim in Auernhofen, fränkische Diaspora, Ihr wisst schon…

Hier findet Ihr unserer ersten Wein...

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