Wein muss schmecken. Punkt.

Das ist unsere Maxime. Das man über Geschmack trefflich streiten kann – oder auch nicht - geschenkt. Gerade bei Wein ufert das ja sehr gern aus. Und nicht selten gipfelt sogenannte Kennerschaft eher in „gefährlichem Halbwissen“. Und daraus wiederum leiten sich Wahrheiten und/oder Unwahrheiten und im schlimmsten Falle irgendwelche Dogmen ab. Das wollen und brauchen wir alles nicht. Wein soll Spaß und Genuss bereiten. Und natürlich kann man sich darüber - viel besser aber noch dabei, also während des Weintrinkens - auch unterhalten über dieses wunderbare Gesöff Wein. Und selbstverständlich sind zur Einordnung Qualitätsstufen, Herkünfte, An- und Ausbaumethoden, Wahnsinns-Fachbegriffe, nicht zu vergessen die überaus blumige Weinsprache usw. wichtig. Nur uns eben nicht so sehr. Und wenn, dann bitte in Maßen und so wie jeder Einzelne das für sich richtig findet. Denn am Ende geht’s dann doch wieder nur ums Essenzielle, die wichtigste Entscheidung der „Konsumenten“, die wir alle sind: Schmeckt – schmeckt nicht. Punkt. Na also! Das sagen wir doch die ganze Zeit.

Übrigens: WIR, das sind 3 Jungs vom Starnberger See, die Spaß am Wein und gutem Essen haben. Und dies gern mit der Welt teilen wollen. Mit den sozialen Medien geht das ganz wunderbar. Und offenbar haben wir damit einen Nerv getroffen. Die Community wächst stetig. Vielleicht findet auch Ihr Euch ja wieder in unseren Worten und Bildern. Und teilt unsere Leidenschaft für diese irdischen Genüsse.

Dabei gehen natürlich beim Weintrinken (meistens trifft es das eher, als Weinverkosten) auch bei uns oft die Meinungen und die Art, wie wir sie artikulieren, deutlich auseinander.

Frank z.B. ist in seinen Kommentaren gerne kurz angebunden, kennt eigentlich nur Daumen rauf oder Daumen runter. Seine Bewertungen sind daher auch richtig fett oder vernichtend. Er steht in erster Linie auf die muskulösen Weine, mit Rasse und Klasse und klarer Ansage, wie er sie selbst gibt. „Ganz nett“ oder ganz okay“ kommt nie vor.

Eher schon bei Thomas. „Ja, der schmeckt ganz gut.“ „Ja, der könnte was sein,…“ so in dieser Art, mit viel Konjunktiv. Wertungen oft zurückhaltend, lieber einen Punkt weniger, als sich zu weit aus dem Fenster zu lehnen. Die Allrounder unter den Weinen, die von allem etwas haben, sind seine Favoriten. Dafür hat er gute Antennen. Oder Geschmacksknospen – ganz wie man will. Und die Geschichten hinterm Wein, die interessieren ihn auch am meisten von uns. Hier kann man bei ihm Punkte machen.

Michael, der Dritte im Bunde, ist vielleicht der Offenste, wenn es darum geht auch mal links und rechts vom Gläserrand zu schauen, Neues zu probieren, etwas zu wagen, sich hinreißen zu lassen. Hat erkannt und Spass daran gefunden, dass die Weinwelt so vielfältig ist, dass es doch langweilig wäre, immer nur den gleichen Wein zu trinken. In seinen Wertungen ist er immer auch bereit, Punkte für die Kategorie „interessant“ zu vergeben. Ansonsten ist ihm Eleganz im Wein und Trinkfluss sehr, sehr wichtig. Damit kann man bei ihm stark punkten.

Und dann gibt es da nebenbei noch den Glasweisen, die heimliche Nummer 4, unser fachliches Rückgrat. Der uns beratend zur Seite steht. Der uns am Ende des Tages, der Weinprobe oder wann immer wir wollen, auch erklärt, warum uns denn nun der eine oder andere Wein schmeckt. Oder eben nicht schmeckt. Manchmal ist‘s verblüffend, manchmal kompliziert, aber unser Kredo: Wein muss schmecken! teilt auch er voll und ganz.

Tja, und diese Mischung macht es wohl aus. Wir haben festgestellt: Unser Urteilsvermögen ist – vielleicht auch durch die viele Übung -  recht verlässlich. Freunde und Bekannte zählen darauf schon seit Längerem. Es gibt also offensichtlich Bedarf. Genau das hat und auf die Idee gebracht, Weine, die wir für gut befinden, auch in einem eigenen Onlineshop anzubieten. Und das aus mehr, als nur einer Champagnerlaune heraus.

Eigener Shop bedeutet: Wir verkosten uns nun also nicht mehr nur für uns, sondern auch für Euch, regelmäßig und umfassend durch Dutzende von Weinen. Das passiert auf Weinproben, direkt bei Winzern, in der Gastronomie, zuhause mit der Familie oder auch in größerer geselliger Runde. Bei jeder Gelegenheit eigentlich. Und filtern dabei heraus, welche dieser Weine wir für tauglich befinden, Euch, dem ganz normalen Weinfreund, Freude zu bereiten, wie wir sie bei einem guten Glas empfinden. Das Ganze tun wir in unserer Freizeit, quasi nebenher, daher haben wir das Sortiment auch begrenzt. Es wird immer maximal 12 Weine zu kaufen geben. Ist einer ausverkauft, rutscht ein anderer nach. Denn in der Zwischenzeit haben wir ja schon wieder viele neue Entdeckungen gemacht und getestet, getestet, getestet. Das heißt für Euch: schnell sein und nicht lange überlegen! Sonst geht Ihr leer aus.

Ach: Und es gibt übrigens auch nur 6er Gebinde von den Weinen. Warum jemand einzelne Flaschen kauft, haben wir noch nie verstanden. Ausnahme werden Probierpakete sein. Dann könnt Ihr Euch durchs Sortiment probieren, oder eine Weinprobe für Freunde organisieren oder was auch immer. Paket heißt aber auch hier wieder: 6 Flaschen sind drin.

Eine Beschreibung der Weine findet Ihr direkt dort. Allerdings ohne Weinspezialistenkauderwelsch oder endlosen Aromaaufzählungen, die nach Obstabteilung bei Edeka klingen. Stattdessen so, wie wir die Weine empfunden haben. Was uns beim Testen an Gedanken und Vergleichen durch den Kopf schoss. Diese Spontanität passt einfach besser zu uns, so sind wir halt. Und natürlich findet Ihr dort auch, wozu wir die Weine probiert haben, wozu sie passen. In der Regel sind das Speisenkombis, aber auch Anlass bezogene Tipps.

Für unsere Winzer gilt das Gleiche. Es ist unsere Sicht, sind unsere Eindrücke, die Ihr zu lesen bekommt, soweit wir die Leute persönlich getroffen haben. Ansonsten recherchieren wir Fakten, und fassen zusammen, was uns wichtig vorkommt. Die Körnungsgröße des Kalkbodens, die exakte Ausrichtung des Weinbergs oder die vorherrschende Mondphase sowie die Schuhgröße der Winzerstochter sind dabei eher nicht von Belang. Wobei Letzteres…wer weiß.